Analfissur – Moderne Behandlung für eine schmerzarme Heilung

Auf einen Blick

  • Ursachen: Häufig entstehen Analfissuren durch harten Stuhlgang, starkes Pressen, chronische Verstopfung oder wiederkehrenden Durchfall.
  • Symptome: Starke Schmerzen beim Stuhlgang, Brennen, hellrote Blutungen sowie ein krampfartiger Verschluss des Schließmuskels.
  • Diagnostik: Anamnese, körperliche Untersuchung und vorsichtige proktologische Untersuchung.
  • Behandlungsmöglichkeiten: Stuhlregulation, Salben, Sitzbäder, Botulinumtoxin sowie operative und lasergestützte Verfahren.
  • Vorteile der Lasertherapie: Präzise Behandlung der Fissur, Schonung des Schließmuskels, geringe Blutung und minimalinvasives Vorgehen.

Was ist eine Analfissur?

Eine Analfissur ist ein länglicher Einriss der Schleimhaut im Analkanal. Sie gehört zu den häufigsten schmerzhaften Erkrankungen im Bereich des Enddarms und kann sowohl akut als auch chronisch auftreten. Typisch sind starke Schmerzen während oder nach dem Stuhlgang sowie hellrote Blutungen.

Bleibt eine Analfissur unbehandelt oder heilt sie nicht vollständig aus, kann sie chronisch werden und die Beschwerden über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten.

Welche Symptome verursacht eine Analfissur?

Die Beschwerden treten häufig plötzlich auf und können die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.

Häufige Symptome

  • starke Schmerzen beim oder nach dem Stuhlgang
  • Brennen im Analbereich
  • hellrote Blutspuren auf dem Toilettenpapier
  • krampfartiges Zusammenziehen des Schließmuskels
  • Juckreiz
  • erschwerter Stuhlgang aufgrund der Schmerzen

Wie entsteht eine Analfissur?

Eine Analfissur entsteht meist durch eine Überdehnung der empfindlichen Schleimhaut im Analkanal.

Häufige Ursachen sind:

  • harter Stuhlgang
  • chronische Verstopfung
  • starkes Pressen
  • wiederkehrender Durchfall
  • entzündliche Darmerkrankungen
  • seltener Verletzungen oder operative Eingriffe

Durch die Schmerzen entsteht häufig ein Teufelskreis: Der Schließmuskel verkrampft, die Durchblutung verschlechtert sich und die Heilung wird erschwert.

Wie wird eine Analfissur diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt meist bereits anhand der typischen Beschwerden.

Zur Untersuchung gehören:

  • ausführliche Anamnese
  • Inspektion des Analbereichs
  • vorsichtige proktologische Untersuchung
  • Proktoskopie bei Bedarf

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung richtet sich danach, ob eine akute oder chronische Analfissur vorliegt.

Konservative Behandlung

  • ballaststoffreiche Ernährung
  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  • Stuhlregulation
  • Sitzbäder
  • schmerzlindernde oder muskelentspannende Salben
  • Botulinumtoxin in ausgewählten Fällen

Operative Behandlung

Heilt eine chronische Analfissur trotz konservativer Maßnahmen nicht ab, kann eine operative Behandlung erforderlich sein.

Lasertherapie bei Analfissuren

Die Lasertherapie stellt eine moderne Möglichkeit zur Behandlung chronischer Analfissuren dar. Dabei wird die Fissur mithilfe der Laserenergie schonend behandelt. Gleichzeitig kann durch eine gezielte Wärmeapplikation im Bereich des inneren Schließmuskels dessen Spannung reduziert werden, ohne den Muskel chirurgisch zu durchtrennen.

Unser Verfahren ermöglicht eine Fissurektomie ohne Gewebeexzision. Gleichzeitig können Blutungen minimiert und die Notwendigkeit einer zusätzlichen Hämostase reduziert werden, während der Schließmuskel maximal geschont wird.

Welche Vorteile bietet die Lasertherapie?

Vorteile auf einen Blick

  • minimalinvasives Verfahren
  • präzise Behandlung der Analfissur
  • Schonung des Schließmuskels
  • geringe Blutung
  • häufig keine Gewebeexzision erforderlich
  • kurze Erholungszeit

Nach der Behandlung

Nach dem Eingriff sind eine ballaststoffreiche Ernährung, ausreichendes Trinken und eine gute Analhygiene wichtig, um die Heilung zu unterstützen. Welche Nachsorgemaßnahmen sinnvoll sind, bespricht der behandelnde Proktologe individuell mit dem Patienten.

Häufig gestellte Fragen

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