Krampfadern

Im Interview Dr. med. Carsten Borchard

Dr. Borchard setzt auf minimal-invasive Therapien zur Behandlung von Venenerkrankungen

Dr. med. Carsten Borchard praktiziert in seiner eigenen Praxisklinik in Münster und ist spezialisiert auf Innere- und Allgemeinmedizin, Venenheilkunde und ästhetische Medizin. Mit seinem über 20 Jahre großen Erfahrungsschatz steht bei seiner Behandlung immer der Mensch im Mittelpunkt und zusammen mit seinem Team bemüht er sich individuell für jeden Patienten immer um die optimale Behandlung.  

1. Herr Dr. Borchard, Sie haben sich in Ihrer Praxis auf die Behandlung von Venenerkrankungen mittels minimal-invasiver Therapien spezialisiert. Warum?

„Ich habe mich bewusst für minimal-invasive Therapien entschieden, weil diese Verfahren für die Patienten besonders schonend und effektiv sind. Venenerkrankungen, wie Krampfadern, sind weit verbreitet und können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Durch minimal-invasive Lasertherapien können wir den betroffenen Venenabschnitt gezielt behandeln, ohne den Körper stark zu belasten. Minimal-invasive Therapien haben für die Patienten viele Vorteile, wie kürzere Erholungszeiten, geringere Schmerzen und einem sehr niedrigen Risiko für Komplikationen und dadurch verbessern sich auch die erzielten Ergebnisse.“

2. Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen mir als Patient zur Verfügung?

„In unserer Praxis bieten wir eine Reihe von modernen Therapiemethoden an, die individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse der Patienten abgestimmt werden. Dazu gehören die klassische Verödungstherapie (Sklerosierung), die endovenöse Lasertherapie (ELVeS) mit der biolitec-Technologie sowie andere minimal-invasive Methoden zur Beseitigung von Besenreisern und größeren Krampfadern. Je nach Diagnose und Krankheitsverlauf erstellen wir für jeden Patienten einen maßgeschneiderten Behandlungsplan, der eine schnelle und dauerhafte Verbesserung der Symptome ermöglicht.“

3. Kann jeder Patient mit der Lasertherapie behandelt werden?

„Die Lasertherapie ist grundsätzlich für die meisten Patienten geeignet, jedoch hängt die Entscheidung von individuellen Faktoren wie dem Stadium der Erkrankung, der Beschaffenheit der betroffenen Venen und eventuellen Vorerkrankungen ab. Im Rahmen eines umfassenden Beratungsgesprächs und einer Ultraschalluntersuchung prüfen wir, ob die Lasertherapie die richtige Methode ist oder ob sich gegebenenfalls eine alternative Behandlung besser eignet. Sicherheit und optimale Ergebnisse stehen bei uns an oberster Stelle.“

4. Wie lange dauert die Behandlung in der Regel und kann ich danach direkt wieder nach Hause gehen?

„Eine Laserbehandlung dauert in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten, abhängig von der Anzahl und dem Verlauf der betroffenen Venen. Sie erfolgt ambulant, sodass die Patienten nach einem kurzen Aufenthalt in unserer Praxis normalerweise direkt nach Hause gehen können. Dadurch dass die Behandlung minimal-invasiv durchgeführt wird, ist keine Vollnarkose erforderlich und die Patienten sind schnell wieder mobil.“

5. Viele Patienten sorgen sich vor langen Ausfallzeiten nach einer Krampfaderbehandlung. Ist diese Sorge bei der ELVeS Lasertherapie begründet und wie sieht die Nachbehandlung aus?

„Eine der großen Stärken der ELVeS Lasertherapie ist die kurze Ausfallzeit, die diese Behandlung ermöglicht. Da die Methode minimal-invasiv ist, können die meisten Patienten am nächsten Tag bereits wieder ihrer normalen Alltagsroutine nachgehen. In der Regel empfehlen wir, nach der Behandlung für einige Tage Kompressionsstrümpfe zu tragen, um den Heilungsprozess zu unterstützen und die Ergebnisse zu optimieren. Schwere körperliche Anstrengungen sollten in den ersten zwei Wochen nach dem Eingriff vermieden werden, aber sonst gibt es kaum Einschränkungen. Die Patienten erleben meist eine deutliche Symptomverbesserung und müssen keine langen Erholungszeiten in Kauf nehmen, was die ELVeS Lasertherapie besonders attraktiv macht.“